Kronprinzessin Erzherzogin Stefanie

 

Turmschiff 

 

Bedeutung des Namens: Gemählin des Kronprinzen Rudolf, Prinzessin von Belgien, geboren 1864, gestorben 1945 
Schwesterschiffe: Kronprinz Erzherzog Rudolf (ähnlich jedoch kleiner)
Werft, Ort, Bauzeit: Triest, Stabilimento Tecnico Triestino, Werft San Rocco;  Baubeginn: 12.11.1884;  Stapellauf: 14.4.1887;  in Dienst gestellt: 1.7.1890; Gesamtkosten: 8.925.336 Kronen
Wasserverdrängung: 5.151,97 t,   5.631 t voll ausgerüstet
Länge, Breite, Tiefgang: Länge zwischen Perpendikel: 85,36;  Länge in der Kielwasserlinie: 87,24 m;  Breite: 19,09 m max;  Breite in der Kielwasserlinie; 17,06 m; Tiefgang: 7,10 m (7,29 m voll ausgerüstet)
Maschine:  2 vertikale Maschinen mit je 3 Zylinder mit zweifacher Expansion, in die Fabrik Maudslay Sons & Fiels, London, gebaut;  10 Kessel;  2 Schrauben von 4,88 m Durchmesser, 4 Flügel nack außen drehend; Leistung: 10.460 PSi
Geschwindigkeit: 15,93 Knoten bei 135 Umdrehungen; 16,14 Knoten  max; Kohlenvorrat: 495  t
Panzerung: Gürtel: 23 cm;  Kommandoturm: 5 cm;  Türme: 28,3 cm
Bewaffnung: 2 - 30,5 cm Krupp-Turmeschütze L/35;  6 - 15 cm Batteriegeschütze L/35; 7 - 4,7 cm Schnellfeuerkannonen L/44;  2 - 4,7 cm Schnellfeuerkannonen L/33;  2 - 7 cm Landungeschütze L/15;  2 - 40 cm feste Torpedorohre am Bug und Deck, 2 drehbare an drr Breitseiten, alle über Wasser
Besatzung: normale: 34 + 447 Mann im 1890,  27 + 403 Mann im 1907,  13 + 254 Mann im 1909 als Wachtschiff
Lebenslauf: Das S.M.S. Kronprinzessin Erzherzögin Stephanie wurde von Josef Kuchinka, neuer Betriebsführer des Österreichs-Ungarn Marine-Schiffbaues, geplant. Das Schiffkörper war in zahlreiche Schotten auch in die Länge und in die Breite abgetrennt, aber die Panzerung war nur auf die Lebenswichstigte Teile des Schiffes erweitert. Die Anlage der doppelten Barbetten-Geschütze, die auf die beiden Seiten der Kommandobrücke aufgestellt waren, stand aus französischer Ableitung. Die Geschütze hatten einen großen Schußwinkel aber es war unmöglich die Schüsse von beiden Türmen auf die selbe seite des Schiffes zu konzentrieren.
Ab 1890 wurden die große Geschütze in mittele Türme und mit automatiche Ladung gebaut. Man konnte so auf ein einziges Ziel alle Schüsse der neuen große Geschütze kozentrieren. Deswegen bekam die Bewaffnung des S.M.S. Kronprinzessin Erzherzogin Stephanie schon beim Stapellauf gealtert.
Andernteils wurde die nicht ausreichende Panzerung der Barbetten-Geschütze gleich gealtert, auch wegen die Einführung, nach 1890, von die Schnellfeuerkannonen.
Obwohl das Nahme dieses Schiffes, in alle Akten und Pläne und auch auf die Bändchen der Matrosen "Stephanie" geschrieben wurde, war es auf die Seite des Schiffes "Stefanie" geschriebt.
Am Baubeginn wurde das Schiff "Erzherzog Ferdinand Max" benannt, weil sein Bau als Ersatz der gleichnähmigen Panzer-Fregatte geplant war.
Taufpatin beim Stapellauf war die Erherzögin Theresia in Begleitung ihres Mannes Erzherzog Carl Stefan. Im Maj 1889 kam das S.M.S. Kronprinzessin Erzherzogin Stephanie von Pola nach Triest mit eigener Kraft um die Ausrüstung zu beenden und die Kampf-EhrenFlagge zu bekommen.
Am nächsten Jahr fuhr das Schiff nach Portsmouth in Großbritannien und nach Kiel wo es den Festlichkeiten in Ehre des Kaisers von Deutschland Wilhelm II. Teil nahm. Während die Rückfarth erreichte das S.M.S. Kronprinzessin Erzherzogin Stephanie die Hafen von Cherbourg, Lissabon und Palermo und kam, nach vier Monate Seefahrt, nach Triest zurück.
Im September 1892 nahm das Schiff  Teil, in Genua, an der Kolumbus-feier zur vierten Jahrhundertfeier der Entdeckung Amerikas. Im 1898, nach eine Kreuzung in das Ägäische Meer, nahm das Schiff Teil zur Blockade von Creta und wurde später ausgerüstet. Im 1905 war das S.M.S. Kronprinzessin Erzherzogin Stephanie Wohnschiff für die Schiffe der 1. Reserve. Im 1906 wurde das Schiff zur lokalen Verteidigung vorgesehen: die 4,7 cm Schnellfeuerkannonen wurden mit die neuen 3,7 cm Schnellfeuerkannonen ersetzt.
Im 1909 wurde das S.M.S. Kronprinzessin Erzherzogin Stephanie al Stationsschiff bei die Bocche von Cattaro und bekam im 1915 Wohnschiff der Telegraphenschule. Bei diese Zeit wurde es auch "Gamma" benant und es wurden auch Ansichtskarten mit diesem Namen gedruckt. Trotzdem wurde der Name  nie offiziell geändert. Im Oktober 1917 bewirtete das Schiff Kaiser Karl I. an Bord: das Schiff wurde mit raffinierte Speisen gestaut. Die dem Kaiser in der Küche gezeigten Konserven wurden nach seienem Besuch wieder ins Lager gebracht. Die Matrosen sollten daraufhin als Wantensalut statt “Hurrah” “Hunger” geschreien haben.
Im 1920 wurde das S.M.S. Kronprinzessin Erzherzogin Stephanie zu Italien als Kriegsschadenersatz zuerkannt und in Triest, im 1926, abgebrochen.