Helgoland

(ab 1920 Brindisi) 

kleiner Kreuzer

 

Bedeutung des Namens: Insel in der Nordsee, Gefecht Tegetthoffs mit den Dänen am 9.5.1864
Schwesterschiffe: Novara, Saida, Admiral Spaun (ähnlich)
Werft, Ort, Bauzeit: Fiume-Bergudi, Werft Ganz 6 Co. Danubius;  Baubeginn: 28.10.1911;  Stapellauf: 23.11.1912;  Vervollständigung: 1.8.1914;  in Dienst gestellt: 30.10.1914;  Gesamtkosten: etwa 10.000.000 Kronen
Wasserverdrängung: 3.540 t,  4.010 t voll ausgerüstet
Länge, Breite, Tiefgang: Länge zwischen Perpendikel: 125,20;  Länge in der Kielwasserlinie: 129,75 m;  Länge über alles: 130,60;  Breite: 12,77 m;  Tiefgang: 4,95 m (5,29 m voll ausgerüstet)
Maschine: 2  AEG-Parsonturbine, in die Fabrik Danubius, Budapest, gebaut;  16 Yarrow-Kessel;  2 Schrauben nach außen laufend;  Leistung: 30.100 PSi
Geschwindigkeit: 27,3 Knoten bei 327 Umdrehungen;  Aktionsradius: 1.600 Meilen bei 24 Knoten;  Kohlenvorrat: 815 t  
Panzerung: Gürtel: 6 cm;  Querschotten und Kommandoturm: 5 cm;  Deck: 2 cm
Bewaffnung: 9 - 10 cm Geschütze;  2 - 4,7 cm Schnellfeuerkannonen;  1 - 7 cm Mitrailleuse (ab 1916);  6 - 533 am Deck Torpedorohre (Zwillinge)
Besatzung: normale: 20 + 320 Mann
(andere Angaben: 368 Mann)
Lebenslauf: Das S.M.S. “Helgoland” war das zweite Schiff der k.u.k. Kriegsmarine mit diesen Namen benannt. Das erste war eine Hoch-See Korvette, in die Werft von Uliveninsel bei Pola, zwischen 1866 und 1869, gebaut. Das Kreuzer S.M.S. “Helgoland” gehörte, mit die Schwesterschiffe “Saida” und “Novara” zu eine Schiffsklasse die von Änderungen des “Admiral Spaun” stammte. Es waren steurne und schnelle Schiffe aber mit nicht ausreichende Panzerung.
Taufpatin beim Stapellauf war Gräfin Sophie Wickenburg, Gattin des Gouverneurs von Fiume. Das Schiff war das erste Kreuzer in Fiume von Stappel gelassen und bekam die Ehrenflagge vom Flottenverein Hamburg.
Im Maj 1915, während eine Kreuzung in Zentrum des Adriatisches Meeres, versank das S.M.S. “Helgoland” das italienischen Torpedoboot “Turbine”.  Wenige Monate später nahm das Kreuzer Teil zur Beschießung von die Insel Pelagosa wo es 6 Treffer und 2 Tote erhaltete. Im November versank das S.M.S. “Helgoland” in die Otrantostraße einen italienischen Dampfer und einen Motorsegler.
Im Dezember nahmte es Teil zur Beschießung von Durazzo, in Albanien. Auf die Rückfarth wurde das S.M.S. “Helgoland” von vier italienischen Kreuzer angegriffen, entkommte jedoch den Schüßen und erreichte, nach drei Stunden feindliche Jagd, die Bucht der Bocche di Cattaro. Vier Geschöße der italienischen Zerstörer trefften doch das Kreuzer der k.u.k. Kriegsmarine mit 2 Tote und 4 Verwundete. Das Schiff kam nach Pola zur nötigen Reparaturen zurück.
Nach die Otrantostraße wieder gefahren, Scharmützel mit dem britischen Kreuzer “Weymouth”. Im Maj 1917 zur Otrantostraße: 8 Fischdampfer versenkt.  Deckung der Schleppmanöver des Kreuzers “Saida” um das Kreuzer “Novara” zu helfen; 1.052 Schuß 10 cm abgegeben; 5 Treffer erhalten; 1 Toter, 17 Verwundete.
Die Fischdampfer waren in die Blockade der Otrantostraße von die Italiener benützt um die Unterseeboote der k.u.k. Kriegsmarine mit Netze und Ketten zu verstricken.
Nach Cattaro aufgegeben, nahm das S.M.S. “Helgoland” nicht Teil der Meuterei am 1. Februar 1918.
Am Ende des erstes Weltkrieges wurde es als Kriegsschadenersatz, am 19. September 1919, Italien zuerkannt und, nach Erneung Bauarbeiten, in die italienische Kriegsmarine eingereiht und in “Brindisi” unbenannt. Im 1927 ausgerüstet, blieb es wie Wohnungschiff des Heeres, vorher in Ancona, später in Pola, Genua, La Spezia und endlich in Venedig. Am 11. März wurde das Schiff gestrichen und in die Werft Triest-San Rocco (bei Muggia) abgebrochen.