Kaiser Karl VI.

 

Panzerkreuzer (Torpedo-Rammschiff)

 

Bedeutung des Namens: römisch-deutscher Kaiser, geboren in Wien 1685, gestorben in Wien 1740; Förderer der österreichischen Flotte
Schwesterschiffe: Sankt Georg (ähnlich)
Werft, Ort, Bauzeit: Triest, Stabilimento Tecnico Triestino, Werft San Rocco;  Pläne; J. Kellner;  Baubeginn: 1.1.1896;  Stapellauf: 4.10.1898; Vervollständigung: 29.03.1900;  in Dienst gestellt: 23.5.1900; Gesamtkosten: 11.0150.562 Kronen
Wasserverdrängung: 6.265,6 t,  6.973,7 t voll ausgerüstet
Länge, Breite, Tiefgang: Länge zwischen Perpendikel: 112,00;  Länge in der Kielwasserlinie: 117,90 m;  Länge über alles: 118,96;  Breite: 17,27 m;  Tiefgang: 7,23 m
(andere Angaben: Tiefgang: 6,75 m)
Maschine: 2 vertikale 4 Zylinder mit dreifacher Expansion;  18 Belleville-Kessel mit 54 Feuer, von Maudsley & Sons in London gebaut;  2 Stahlschrauben von 4,88 m Durchmesser, 3 Flügel nach außen laufend;  Leistung: 12.300 PSi (13.953 PSi im 1900)
Geschwindigkeit: 20,83 Knoten bei 129,44 Umdrehungen
Panzerung: Panzerdeck: 6 cm;  Gürtelpanzer: 22 cm;  Kommando- und Geschütztürme: 20 cm;  seitliche Batterie: 8 cm
Bewaffnung: 2 - 24 cm Schnellader Geschütze Krupp;  8 - 15 cm Geschütze Skoda; 16 - 4,7 cm Schnellfeuerkannonen Skoda;  2 - 4,7 cm Geschütze Hotchkiss;  2 - 7 cm Bootgeschütze;  2 - 8 mm Mitrailleusen Skoda; 2 - 45 cm Torpedorohre;  6 Torpedos
Besatzung: normale: 27 + 522 Mann im 1907
in der Reserve: 24 + 476  Mann
Lebenslauf: Es war das zweite Schiff der k.k. und k.u.k. Kriegsmarine mit den Namen des österreichisches Kaisers, im 1740 gestorben, benannt. Das erste  war ein Linienschiff, in Triest, im 1726, gebaut. Zusammen mit dem Kreuzer S.M.S. “Sankt Georg”, bildete das S.M.S. “Kaiser Karl VI.” die Entwicklung der “Kaiserin und Königin Maria Theresia” Klasse.
Taufpatin beim Stapellauf war die Erzherzögin Isabella, Gemählin von Erzherzog Friedrich. Das S.M.S. “Kaiser Karl VI.” war das erste Schiff der k.u.k. Kriegsmarine mit drei Kaminen und das letzte auf der Werft San Rocco von Muggia (neben Triest) für Österreich-Ungarn gebautes Kriegsschiff.
In Dienst gestellt, wurde es, ein Jahr später, Flaggenschiff des Kontre-Admiral Ritter von Bosch. Am 20. September 1902 nach Ostasien, erreichte das S.M.S. “Kaiser Karl VI.” vorher Singapore und Hongkong und, am nächsten Jahr, Japan und Shangai. Im Juni 1903 war das Kreuzer in Wladivostok in Rußland, wo es die von Stabilimento Tecnico Triestino gebaute österreichische Dampfer “Mongolia” und “Mandschuria” traf. Die zwei Dampfer waren an die sibirische Eisenbahn, die in die Zeit in Aufbau war, angeschlossen und beförderten Baumaterielle.
Das S.M.S. “Kaiser Karl VI.” kam nach Triest am 1. Oktober zurück gerade in Zeit um dem Stapellauf des Schlachtschiff “Erzherzog Karl” Teil zu nehmen. Bei die Sommereskadre, 3. Division, am 20. Juli 1906, bei den Feierlichkeiten des Sieges von Lissa; später im Seedock für eine größere Maschinereparatur, mit Umbau und Ersetzung der Kesseln und der Maschine; gleichzeitig wurden neue Geschütze und Geschützführerplattformen installiert.
Das Leben des Schiffes folgte mit den gewöhnlichen Dienst bei die Eskadre in das Adriatisches See  bis 1912 als es zur Kreuzerdivision aufgegeben wurde.
Während des erstes Weltkrieges wurde das “Kaiser Karl VI.” oft benötigt mit mehrere Geleite- Hilfs- und Verteidigung- Handlungen. Im Januar 1916 Beschießung der Festung von Lovcen in Montenegro. Am 1. Februar 1918 Meuterei; Kommandant war nicht am Bord; am 3. Februar Meuterei beendet. Das Kreuzer wurde später nach Cattaro, zum Schutz gegen montenegrinische Banden, und nach Sebenico dem Seebezirkskommando bestimmt, aufgegebt. In Sebenico wurde das Schiff in März 1918 ausgerüstet und in Wohnschiff der lokalen Behörden ausgebaut.
Im 1920 zu Großbritannienien als Kriegsschadenersatz zugesprochen, wurde das “Kaiser Karl VI.” im selben Jahr zur italienischen Vernichter verkauft. Im 1922 war das Kreuzer noch in Neapel geankert, aber wurde wenige Monate später abgebrochen.