Herkules

(ab 1920 Teseo)

Bergungsschiff

 

Bedeutung des Namens: In der griechischen Mythologie ein starker Halbgott, Sohn von Zeus.
Schwesterschiffe: /
Werft, Ort, Bauzeit: Fiume, Werft Danubius;  Baubeginn: 29.6.1910;  Stapellauf: 21.11.1910;  Vervollständigung: 18.5.1911;  in Dienst gestellt: 28.6.1911;  Gesamtkosten: 1.134.462 Kronen
Wasserverdrängung: 1.559,9  t  voll ausgerüstet
Länge, Breite, Tiefgang: Länge in der Kielwasserlinie: 64,20 m;  Länge über alles: 67,38 m; Breite: 10,35 m;  Tiefgang: 4,03 m
Maschine: 2 vertikale  3 Zylinder;  2 Yarrow-Kessel;  2 Schrauben von 3,00 m Durchmesser,  4 Flügel;  Leistung: 3.006 PSi  (bei der Probefahrt am 18.1.1912)
Geschwindigkeit: 14,82  Knoten
Panzerung: /
Bewaffnung: 2 - 4,7  cm Svhnellfeuerkannonen  (ab 1914)
Besatzung: normale: 4 + 71 Mann  (im 1911)
Lebenslauf: Am 28. Juni 1911 schleppte das S.M.S. “Herkules” das Schlachtschiff “Viribus Unitis” von Triest nach Pola, wo die Ausrüstung beendet sein mußte und dann, wieder, nach Triest zurück.
Am 12. April 1912 schleppte das Bergungsschiff das Schlachtschiff S.M.S. “Tegetthoff” von Pola aus nach Triest und im Dezember 1912 das Schlachtschiff S.M.S. “Prinz Eugen” von Triest nach Pola und dann, wieder, nach Triest zurück.
Im 1913 monatliche regelmäßige Reisen nach Dalmatien. Im 1914 ein Nebelwerfer auf die zwei Masten und Schnellfeuerkannonen eingebaut. Am 26. Juli 1914 schleppte das S.M.S. “Hercules” das Zerstörer S.M.S. “Triglav” von Fiume nach Pola; am nächsten Tag das Kreuzer S.M.S. “Saida” und, am 1. August, das Kreuzer S.M.S. “Helgoland” und das Schlachtschiff S.M.S. “Szent Iztván” auf die selbe See-Route. Am 8. August das Torpedoboot “82” von Fiume nach Pola.
Am 8. Oktober hundert Minen in die Bocche von Cattaro transportiert und, ein Monat später, den Dampfer “Cirkvenica” von Cattaro nach Fiume geschleppt.
Im 1915 im See-Arsenal von Pola zum Heben des Werkstättenschiffes S.M.S. “Cyclop” und es wieder auf See zu stellen. Zwei mahl, im Oktober und November, Hilfeleistung zur Torpedoboot S.M.S. "Komet”, bei schwerem Wetter beschädigt.
Im 1916 in Dalmatien, dazwischen andere Aufgaben, Bergung des Torpedoboot S.M.S. “Turul” und des Dampfers “Svacic”, die beide versenkt waren. A 31. Juli zur Bergung des bei Galiola aufgefahrenen italienischen U-Boots “Giacinto Pullino”. Nazario Sauro war der Kommandant des italienisches Unterseeboot. Das S.M.S. “Hercules” trachte umsonst das U-Boot nach Pola zu schleppen: unterwegs kenterte ein Lichter und das U-Boot sank.
Im 1917 Schlepp eines beschädigtes, auf Minen gelaufenes, Torpedoboot nach Lussino und im Maj 1918 Schlepp, immer nach Lussin, des Dampfers “Giulia”. Im Juli Bergung des S.M.U. “U 10” und Schlepp des Unterseeboots nach Triest.
Nach Pola zurück wo sich das Bergungsschiff am Ende des erstes Weltkrieges befand. Im September 1920 an Italien und in “Teseo” unbenannt. Im 1931 während eines Sturms im Mittelmeer gesunken.