U 15

 

Unterseeboot

 

Bedeutung des Namens: die Unterseeboote der k.u.k. Kriegsmarine hatten keinen Taufname, sondern nur progressive Nummer, von Nummer 1 bis Nummer 147
Schwesterschiffe: U 10, U 11, U 16, U 17
Werft, Ort, Bauzeit: Bremen (Deutschland), Werft Aktien-Gesellschaft Weser;  Baubeginn: 1.4.1915;  in Dienst gestellt: 6.10.1915
Wasserverdrängung: 127,5  t über Wasser / 142,5  t unter Wasser
Länge, Breite, Tiefgang: Länge in der Kielwasserlinie: 27,38 m;  Länge über alles: 27,88 m; Breite: 3,15 m;  Tiefgang: 3,03 m
Maschine: 1 Dieselmotor / 1 Elektromotor;  die Schrauben aller Unterseeboote drehten nach außen;  Leistung: 60 PS  über Wasser / 120 PS unter Wasser
Geschwindigkeit: 6 Knoten über Wasser / 9 Knoten unter Wasser
Bewaffnung: 1 - 4,7 cm Schnellfeuerkannone (ab 1915: 1 - 3,7 Schnellfeuerkannone L/23);  2 Torpedorohre;  2 Torpedos
Besatzung: normale: 2 + 13 Mann
Lebenslauf: Am Anfang des erstes Weltkrieges hatte die k.u.k. Kriegsmarine sieben anordneten, fünf wirkende und zwei fertiggestellte, aber unbetriebliche Unterseeboote. Alle vierzehn Unterseeboote hatten einen beschränkten Aktionsradius und eigneten nur für Aufgaben in die Adria-See. Trotzdem ereigneten sie mehrere Erfolge. Die ersten Angreife der österreichischen-ungarischen Unterseeboote wurden gegen die Französer.
Am 17. August 1915, nur 135 Tage nach die Bau-Anordnung, wurde das Unterseeboot durch Eisenbahn nach Pola geschickt. Die Probefahrten begannen schon am 27. August 1915 und im Oktober wurde das S.M.U. “U 15” vor Ancona und Rimini zur Aufklärung geschickt.
Das S.M.U. “U 15” fahrte sehr langsam und erreichte ober Wasser gegen Wind nur drei Knoten Geschwindigkeit. Es wurde deswegen nach Sebenico überführt um kurze Kriegsaufgaben, oft mit die Zerstörer “Balaton” und “Triglav”, zur Sicherung der Gruppe in Konvoifahrten, durchzuführen.
Im Frühling 1916 bewirkte das S.M.U. “U 15” vor die italienischen Küsten zwischen Monopoli und Brindisi wo es, am 17. Maj, durch Torpedos den italienischen Dampfer “Stura” versenkte.
Am 23. Juni, in die Otrantostraße, das k.u.k. Unterseeboot lanzierte zwei Torpedos gegen das italienisches Hilfskreuzer “Città di Messina” und das französisches Zerstörer “Forche” und versenkte beide feindliche Schiffe.
Im Oktober das S.M.U. “U 15” versenkte den italienischen Dampfer “Polcevera”. Ende 1917 nach Pola zurück und im Januar 1918 Schulboot in Brioni.
Wieder in aktiv Dienst bei die Bocche von Cattaro gestellt und im Juli-August die albanischen Küsten lang neben Valona und Durazzo, wurde das Unterseeboot durch vier italienische Flugzeuge angegriffen: nur einige Treffer in der Turmverschalung erhaltet.
Einige Tage später vor Durazzo durch italienisches Zerstörer mit Wasserbomben belegt.
Am Ende des erstes Weltkrieges befand sich das S.M.U. “U 14” in Pola und wurde da, an Italien zum Abbruch zugesprochen, im 1920 demoliert.

Kommandanten des S.M.U. “U 15” waren:
▪ ab 25. März 1916 bis am 10. Maj 1916 der Linienschiffsleutnant Franz Rzemenowsky von Trautenegg
▪ ab 15. Oktober 1916 bis am 28. Oktober 1916 wieder der Linienschiffsleutnant Franz Rzemenowsky von Trautenegg
▪ ab 6. Juni 1917 bis am 12. Juni 1917 wieder der Linienschiffsleutnant Franz Rzemenowsky von Trautenegg
▪ ab 17. Juli 1917 bis am 9. März 1918 der Linienschiffsleutnant Ludwig Müller