100 M

(ab  1920  Kidonia)

Torpedoboot

 

Bedeutung des Namens: Torpedoboot Nummer 100, in Monfalcone gebaut.
Der Ablauf der Seriennummern der Torpedoboote der k.u.k. Kriegsmarine wie folgt: die Torpedoboote die in den Jahrzehnten 1870-1880-1890 gebaut wurden, hat man römische Nummern zugeordnet (von I. bis XXX1X.); den gebauten Torpedobooten im Jahr 1909-1910 hat man arabische Nummern zugeordnet (von 1 bis 12); in den folgenden Jahren hat man sie nach arabischen Seriennummern umbenannt ( von 13 bis 49 mit den Abkürzungen 50 E, 51 T, 52 T, 53 T, 54 T, 55 T, 56 T, 57 T, 58 T, 59 T, 60 T, 61 T, 62 T, 63 T, 64 F, 65 F, 66 F, 67 F, 68 F, 70 F, 71 F, 72 F, und 73 F) zuvor hatten insgesamt 61 Torpedoboote bestimmte Namen; die Torpedoboote die später gebaut wurden, waren weiterhin nach arabischen Seriennummern mit einem Buchstaben genannt (T, F, M oder E). Der Buchstabe stand für die Schiffswerft wo sie gebaut wurden. T für Triest, F für Fiume (Rijeka), M für Monfalcone, E für England).
Schwesterschiffe: 98 M, 99 M
Werft, Ort, Bauzeit: Monfalcone, Cantiere Navale Monfalcone;  Baubeginn: 28.3.1914; Stapellauf: 15.1.1915;  in Dienst gestellt: 15.3.1916;  Gesamtkosten eines Bootes dieses Typs: etwa 1.000.000 Kronen
Wasserverdrängung: 250 t,  256 t voll ausgerüstet
Länge, Breite, Tiefgang: Länge: 60,36 m;  Breite: 5,60 m;  Tiefgang: 1,54 m
Maschine: 2 Melms-Pfenninger-Turbinen;  2 Yarrow-Kessel;  2 Schrauben; Leistung: 6.000 WPS
Geschwindigkeit: 29,5 Knoten;  Aktionsradius: 1.200 Meilen bei 16 Knoten; Kohlenvorrat: 17,5 t
Panzerung: /
Bewaffnung: 2 - 7 cm Geschütze;  1 Mitrailleuse MG;  4 - 45 cm Deck-Torpedorohre in Zwillingsanordnung
Besatzung: normale:  3 + 38 Mann
Lebenslauf: Im Sommer 1916 das Torpedoboot S.M.S. “100 M” nahm Teil der Fliegerdeckungen während die Vorstoße gegen die italienischen Küsten.
Am 15. September die Überlebende der Besatzung des versenkten französischen U-Bootes “Foucault”, 2 Offiziere und 25 Matrosen, gerettet und an Bord genommen.
Am 4. und am 5. Oktober Vorstoß in die Otrantostraße und gegen die die italienischen Küsten.
Im April 1917, während eine Aufklärung in die Otrantostraße, kurz von Kap Linguetta, den entfernten Dampfer “Japigia” versenkt. Im folgenden Tag ein Minenfeld vor Durazzo gelegt.
Mit der Eskadre welche dem schwer beschädigten Kreuzer S.M.S. “Novara” zur Hilfe entgegen fuhr.
Im September Instandsetzung des Kessel- und Maschineanlage. Im Oktober, beim Minenräumen, umsonst von sieben feindliche Flugzeuge angegriffen.Im November Beschießung der italienischen Landbatterien von Cortellazzo.
Im Februar 1918 nach Gjenovic verlegt. Im folgenden Monat, vor diesem Hafen, durch das Torpedozerstörer S.M.S. “Dinara” gerammt. Wegen Bug schwer beschädigt vom S.M.S. “Dinara” selbst im Hafen geschleppt. Bis Kriegsende Minensuche- und Konvoifahrten. Im Oktober 1918 Sicherung der Bergungsversuche des auf Strand gesetzten Dampfers “Oceania”.
Im 1920 an Griechenland zugeteilt und in “Kidonia” umbenannt. Am 26. April 1941 durch deutschen Luftangriff versenkt.