79 T

(ab  1920  T 4)

Torpedoboot

 

Bedeutung des Namens: Torpedoboot Nummer 79, in Triest gebaut.
Der Ablauf der Seriennummern der Torpedoboote der k.u.k. Kriegsmarine wie folgt: die Torpedoboote die in den Jahrzehnten 1870-1880-1890 gebaut wurden, hat man römische Nummern zugeordnet (von I. bis XXX1X.); den gebauten Torpedobooten im Jahr 1909-1910 hat man arabische Nummern zugeordnet (von 1 bis 12); in den folgenden Jahren hat man sie nach arabischen Seriennummern umbenannt ( von 13 bis 49 mit den Abkürzungen 50 E, 51 T, 52 T, 53 T, 54 T, 55 T, 56 T, 57 T, 58 T, 59 T, 60 T, 61 T, 62 T, 63 T, 64 F, 65 F, 66 F, 67 F, 68 F, 70 F, 71 F, 72 F, und 73 F) zuvor hatten insgesamt 61 Torpedoboote bestimmte Namen; die Torpedoboote die später gebaut wurden, waren weiterhin nach arabischen Seriennummern mit einem Buchstaben genannt (T, F, M oder E). Der Buchstabe stand für die Schiffswerft wo sie gebaut wurden. T für Triest, F für Fiume (Rijeka), M für Monfalcone, E für England).
Schwesterschiffe: 74 T,  78 T,  80 T,  81 T
Werft, Ort, Bauzeit: Triest, Stabilimento Tecnico Triestino;  Baubeginn: 1.12.1913; Stapellauf: 30.4.1914;  in Dienst gestellt: 1.10.1914
Wasserverdrängung: 262 t,  267,3 t voll ausgerüstet
Länge, Breite, Tiefgang: Länge: 57,84 m;  Breite: 5,75 m;  Tiefgang: 1,54 m
Maschine: 2 Parson-Turbinen;  2 Yarrow-Kessel;  2 Schrauben;  Leistung: 5.700 WPS
Geschwindigkeit: 29,4 Knoten;  Aktionsradius: 1.000 Meilen bei 16 Knoten; Kohlenvorrat: 18,2 t
Panzerung: /
Bewaffnung: 2 - 7 cm Geschütze;  4 - 45 cm Deck-Torpedorohre in Zwillingsanordnung
Besatzung: normale: 3 + 38 Mann
Lebenslauf: Ende 1914 wurde das Torpedoboot S.M.S. “79 T” nach Pelagosa und Lagosta geschickt um eine Aufklärung auszuführen.
Am 24. Maj 1915 Angriff gegen Porto Corsini, die italienischen Küsten lang. Im August im Hafen von Pola das abgeschossenes italienisches Luftschiff “Città di Jesi” eingebracht. In die folgenden Monate zahlreiche U-Boot-Jagdfahrten, Minensuchfahrten und Fliegerdeckungen.
Im 1916 Minenlegen im Hafen von Triest und Rovigno; später nach Cattaro verlegt.
Insgesamt im Jahr 1917 34 Konvoifahrten durchgeführt.
Im Juni 1918 annäherte Sicherung des Schlachtschiffes S.M.S. “Tegetthoff” und am folgenden Tag Rettung der Besatzung des Schlachtschiffes “Szent Iztván” das durch die italienischen MAS-Boote versenkt worden war. Im 1918 noch andere 4 Minensuch- und 47 Konvoifahrten bis im Oktober als das Torpedoboot nach die Bocche von Cattaro verlegt wurde.
In diesem Hafen befand sich das Schiff am Ende des erstes Weltkrieges. Durch britische Komission übernommen, im 1920 an Jugoslawien und, im 1921, durch die jugoslawische Kriegsmarine übernommen und in “T 4” umbenannt. Nack Kraljevica zur Danubiuswerft gebracht und nach Reparatur und Ausrüstung wieder in Dienst gestellt.
Im Januar 1932, infolge eines Navigationsfehler, vor Sibenik/Sebenico gestrandet und auseinandergebrochen: Totalverlust. Kommandant war der Linienschiffleutnant 1. Klasse Alexsandar Grizenko, ein ehemals zaristisch-russischer Offizier, der im 1923 in die jugoslawischen Kriegsmarine übernommen worden war.